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Der Zoigl
Bei Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die
Packungsbeilage
und sagen sie es Ihren Arzt oder Apotheker!
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Nachdem der Zoigl
außerhalb der Oberpfalz recht unbekannt ist, hier der
Versuch einer kurzen Erklärung:
- Zoigl ist trübes,
ungefiltertes Bier,
das ursprünglich für den
Hausgebrauch hergestellt wurde. Daher ist es
verständlich, dass das Bier nicht immer gleich
schmeckt(e) oder gleich stark war (ist). Das Braurecht
war an das Haus gebunden. Gebraut wurde das Bier
meistens in Kommunbrauhäusern. Früher war dies
in zahlreichen Orten der Oberpfalz üblich, denn es gab
keine großen überregionalen Brauereien.
- Zoigl ist ein Ereignis
Oft war es auch üblich, das Bier anderen Mitbürgern
anzubieten. Dazu räumten die Familien, wenn das Bier
fertig war, die "gute Stube" aus und stellten
Tische und Stühle hinein. Draußen vor der Haustür
hängte man einen Stern auf, der anzeigte, dass hier
Zoigl ausgeschenkt wurde. Daher hat der Zoigl (~zeigen)
wahrscheinlich auch seinen Namen. In geselliger Runde
traf man sich hier, trank Zoigl, aß eine kleine
Brotzeit und tauschte Neuigkeiten aus. Wenn auch noch
ein Musikant aufspielte, ging es hoch her.
- Renaissance des Zoigl
In den letzten 50 Jahren verschwand dieser Brauch immer
mehr. Es bestand kein Bedarf mehr, Bier selber zu
brauen. In Geschäften und Supermärkten konnte man das
Bier von großen, namhaften Brauereien kaufen.
Schließlich wurden auch viele Kommunbrauhäuser
abgerissen. Nur im Herzen der Oberpfalz, in den Orten
Windischeschenbach, Neuhaus und Falkenberg hat diese
Tradition überlebt. Für den Tourismus ist der
Zoigl auf einmal wieder attraktiv geworden. Und so hat
sich ein wahres "Zoiglfieber" ausgebreitet. In
vielen Ortschaften wurden neue Zoiglstuben eröffnet in
denen wieder Zoigl ausgeschenkt wird. Nicht immer ist es
allerdings "echter, eigener Zoigl" vom
Kommunbrauer, denn mittlerweile gibt es auch schon
Zoigl-Brauereien.
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